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Erinnerungen
an Ohlsdorf
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Heiter-besinnlich
erzählt Karl Schreibelmayr am liebsten. Der Linzer Heimatschriftsteller
reflektiert das Leben aus seinen eigenen Jugenderinnerungen.
Die Kindheit prägt einen Menschen. Der heute 71-jährige Schreibelmayr
ist der lebende Beweis dafür. Was sich in seinen mittlerweile
in drei Bänden veröffentlichten "Dorfgeschichten" abspielt,
stammt aus seiner Erinnerung an die Kindheit und Jugendzeit,
die er in Ohlsdorf verbracht und die ihn geprägt hat.
"Die Figuren, die in meinen Kurzgeschichten auftauchen, haben
alle wirklich gelebt", sagt Schreibelmayr. Sie tragen andere
Namen und "dichterisch" habe er so manche Situation übertrieben.
Aber im Kern beruht alles auf wahren Begebenheiten.
Es ist ein Stück gelebte Zeitgeschichte, die der gelernte
Industriekaufmann, der bis zu seiner Pensionierung eine Handelsagentur
betrieb, niedergeschrieben hat.
Das Schreiben hat er nicht erst im Alter begonnen. Das "verfolgt"
ihn schon, seit er 18 Jahre alt war. Begonnen hat es mit Gedichten
und Sprüche, später kam dann die Poesie dazu.
Aus der Erinnerung an das Leben in einem Dorfgefüge, das keine
Anonymität kennt, entstanden schließlich die "Dorfgeschichten",
für die Schreibelmayr mittlerweile bekannt ist.
Dass erst vor elf Jahren mit seiner Erzählung "Nikodemus",
den "edlen" Vagabunden, sein erstes Buch erschienen ist, hat
einen einfachen Grund. "Bis damals fand sich kein Verlag für
meine Geschichten."
Gehadert hat Schreibelmayr in all den Jahren zuvor nie. "Ich
habe mir immer alles vom Leib geschrieben und früher landete
es halt nur in der Schublade." Und der 71-Jährige gibt zu,
dass auch heute nicht jede Kurzgeschichte in einem Buch landet.
"Nicht immer gelingt mir ein Wurf." Ob etwas gelungen ist,
spüre er selbst. Denn sein Anspruch ist der heiter-besinnliche
Erzählstil. Denn: "In jeder Heiterkeit steckt auch Besinnlichkeit."
Karl Schreibelmayr: "Gesammelte Dorfgeschichten" (drei Bände),
"Nikodemus", erhältlich im Buchhandel
vom 29.04.2005 |
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